Ratgeber & Information

Hier finden Sie aktuelle informationen rund um den Gebrauch von Potenzmitteln.

Von unserem Expertenteam in leicht verständlicher Form für Sie aufbereitete Fachinformationen und mehr.

Was versteht man unter Impotenz?

Impotenz Wenn eine nicht ausreichende Versteifung des Gliedes einen befriedigenden Beischlaf unmöglich macht, spricht man im Volksmund von Impotenz. Dabei ist aber noch nicht das einmalige Versagen gemeint. Wenn es allerdings häufiger oder gar regelmäßig vorkommt, sollte man einen Facharzt (Urologen) aufsuchen. Der wird zunächst versuchen, eine von mehreren möglichen Ursachen herauszufinden. Von den Körperfunktionen her, ist die Versteifung des Penis ein rein biomechanischer Vorgang. Optische Reize stimulieren im Gehirn und Rückenmark angesiedelte Lustzentren. Diese senden erektionsfördernde Botenstoffe aus. Die Schwellkörper des Penis füllen sich mit Blut und erhaltenen dadurch bis zum Orgasmus eine stabile Erektion. Aber schon kleinere Störungen bei diesem Zusammenspiel von Reizen und Reaktionen genügen, um den Penis nicht mehr wie gewohnt reagieren zu lassen. Dafür können sowohl körperliche als auch psychische Störungen der Auslöser sein. Bei älteren Männern sind es eher körperliche Ursachen wie Bluthochdruck, Gefäßerkrankungen oder neurologische Ausfälle, die zu Erektionsstörungen führen. Eine nachweislich wirkungsvolle Behandlung durch Tabletten ist erst seit 1998 durch das zufällig entdeckte Medikament Viagra® möglich. Die darin enthaltenen Wirkstoffe unterstützen eine durch natürliche Reize ausgelöste Erektionen und erhalten diese über einen längeren Zeitraum. Seit 2003 sind mit Cialis® und Levitra® weitere Medikamente mit der gleichen Wirkung auf dem Markt. Damit ist es der Pharmaindustrie gelungen, den meisten der in Frage kommenden Patienten zu helfen. Sogar bei psychischen Ursachen haben diese Medikamente schon gute Erfolge erzielt. Wenn Patienten nach der Einnahme der kleinen Tabletten wieder regelmäßig stabile Erektionen erreicht hatten, genügte ihnen anschließend das Wissen, die Tabletten zur Hand zu haben und bei Bedarf darauf zurückgreifen zu können. Natürlich gibt es auch eine Anzahl Männer, die diese Mittel vorbeugend nehmen obwohl sie noch gar keine Potenzprobleme haben.

Sichere Erkenntnisse über eine neue Therapie durch die regelmäßigen Dauereinnahme von Medikamenten mit niedriger Dosierung der PDE-5-Hemmer (das sind die erektionsverlängernden Inhaltsstoffe) liegen allerdings nur aus dem Nachsorgebereich vor. Nach Prostatakrebsoperationen konnte durch Dauereinnahme von Sildenafil, Tadalafil oder Vardenafil der Abbau des Schwellkörpergewebes verlangsamt werden.

Möglichkeiten und Grenzen von Potenzmitteln

Cialis_levitra_viagraEs gibt kaum einen Stammtisch, an dem nicht gelegentlich mit Lächeln und Augenzwinkern über die phantastische Wirkung von Potenzmitteln berichtet wird. Obwohl die Krankenkassen sich erfolgreich weigern, die Kosten zu übernehmen, entwickelten sich diese Medikamente schnell weltweit zum Verkaufsschlager und bescherten den Herstellern Rekordumsätze. Daraus kann man ableiten, dass sich der Zusammenhang von Alter und sexueller Aktivität verändert hat. Früher war man gezwungen, die im Alter vermehrt auftretenden Erektionsstörungen zu akzeptieren. Heute kann man dagegen die Ursachen häufig diagnostizieren und sehr erfolgreich behandeln.

Ein weiterer Grund für den Erfolg der Medikamente sind sicherlich die relativ harmlosen Nebenwirkungen. Diese beschränken sich oft auf Hautrötungen, Übelkeit oder Sehstörungen und werden von vielen Betroffenen gerne in Kauf genommen. Umfragen und Studien haben ergeben, dass etwa 80 Prozent der in Frage kommenden Patienten auf diese Mittel ansprechen. Bei vielen reicht es sogar aus, wenn sie nur die Hälfte der Wirkstoffmenge einnehmen. Das bedeutet, sie können jede Tablette teilen und dabei erheblich Geld sparen. Wichtig ist, dass diese Mittel anlassbezogen eingenommen werden müssen. Die Wirkung stellt sich also erst ein, wenn die für die natürliche Erektion verantwortlichen Prozesse im Körper ablaufen. Es bedarf somit weiterhin der optischen Reize, um eine Erektion auszulösen. Diese wird dann allerdings durch die Präparate wirkungsvoll verstärkt und verlängert. Nach verlässlichen Statistiken muss man davon ausgehen, dass das Einnehmen von Potenzmitteln bei etwa 20 Prozent der von Erektionsstörungen betroffenen Patienten nicht den erhofften Erfolg bringt. Oft handelt es sich dabei um jüngere Männer, deren Versagen durch psychische Ursachen hervorgerufen wird. Die Auswirkungen von finanziellen Sorgen, zu hohen Erwartungen oder Leistungsdruck im Beruf kann man meist nicht erfolgreich mit Medikamenten behandeln. In solchen Fällen raten Ärzte eher zu Gesprächs- und Paartherapie.

Geschichtliches zu Viagra

PotenzmittelDie Entdeckung der potenzfördernden Wirkung des umsatzstärksten Medikaments des US-Pharmakonzerns Pfizer geschah eher zufällig. Die Forscher suchten eigentlich nach einem Mittel, dass den Blutfluss zum Herzen verbessern sollte. Die Wirkung, von der Probanten fast einheitlich berichteten, beschränkte sich aber nicht nur auf verbesserte innere Durchblutung sondern war bei Männern zu deren Begeisterung auch in einer besonders wichtigen Körperregion deutlich äußerlich sichtbar. Diese erstmalig entdeckte Nebenwirkung sorgte dafür, dass Millionen von Männern mit Erektionsstörungen wieder Hoffnung schöpften. Viagra® sollte die Welt verändern.

Seit seiner Zulassung 1998 ist Viagra® das Medikament mit dem weltweit bekanntesten Namen und vermutlich das kommerziell erfolgreichste. Denn schon im ersten Monat nach der Markteinführung wurde es 500 00 mal verordnet. Nach inzwischen 10-jähriger Präsenz in den Apotheken schätzt man, dass ca. 30 Millionen Männer es über ein ärztliches Rezept verschrieben bekamen. Zusätzlich besorgten es sich Millionen anderer Patienten auf andere Art und Weise. Damit hat es sich in relativ kurzer Zeit zu einem regelrechten Lifestylemedikament entwickelt. Angeblich wurden durch dieses Medikament mehre tausend Ehen gerettet, aber vermutlich auch mindestens die gleiche Anzahl zerstört.

In Kneipengesprächen werden dem Mittel gerne weitere wundersame Wirkungen angedichtet. So soll Viagra® angeblich das Verwelken von Schnittblumen verzögern. Über unerwünschte Nebenwirkungen wird dort allerdings weniger gesprochen. Geschlechtskrankheiten unter Senioren sind wieder auf dem Vormarsch, seit reife Herren, gedopt von der kleinen blauen Tablette, wieder öfter Kontakt zu Prostituierten suchen. Auch scheint es so zu sein, dass viele Ehefrauen tatsächlich auf eine sexuell ruhigere Phase ihres Mannes im Alter gehofft haben, sich diese Hoffnung aber nun dank der Potenzmittel nicht erfüllt. Unstrittig ist Viagra® ein sehr sicheres Mittel, das auch bei vielen anderen Krankheiten eingesetzt wird.

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